Vergleichsportale ordnen Festgeldangebote haeufig nach dem hoechsten Zinssatz. Das ist ein sinnvoller Einstieg, reicht fuer eine Entscheidung aber nicht aus. Denn der Bruttozins sagt noch nichts darueber aus, wie sicher das Geld angelegt ist, wann die Zinsen ausgezahlt werden und ob Anleger waehrend der Laufzeit flexibel bleiben.

Bei Angeboten aus dem Ausland sollten Verbraucher ausserdem pruefen, welches Einlagensicherungssystem zustaendig ist und in welcher Sprache die Vertragsunterlagen vorliegen. Auch steuerliche Fragen koennen eine Rolle spielen, insbesondere wenn Zinsen im Ausland anfallen.

Die wichtigsten Pruefpunkte

Vor Abschluss sollten Anleger mindestens fuenf Punkte klaeren: Sitz und Sicherungssystem der Bank, Laufzeit und Verfuegbarkeit, Mindest- und Hoechstanlage, Zinszahlung sowie automatische Verlaengerung am Laufzeitende.

Ein guter Festgeldvergleich beginnt beim Zinssatz, endet aber bei den Vertragsbedingungen.

Warum die automatische Verlaengerung wichtig ist

Manche Festgeldkonten werden am Ende der Laufzeit automatisch verlaengert, wenn der Kunde nicht rechtzeitig widerspricht. Dann kann das Geld zu einem neuen, moeglicherweise niedrigeren Zinssatz erneut gebunden werden. Ein Kalendereintrag vor Faelligkeit ist deshalb mehr als eine Formalie.

Auch die Zinszahlung ist relevant: Erfolgt sie am Laufzeitende, steht der Ertrag erst spaeter zur Verfuegung. Bei jaehrlicher Zahlung kann die Liquiditaet besser planbar sein.